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Öffnungszeiten  

Montags bis Freitags
12:00 - 19:00 Uhr

   

Jungengruppe im PH

„Jungenarbeit ist keine Frage der Methode, sondern vor allem der Sichtweise!“

 

Grundgedanke

"Mädchen und junge Frauen erleben vielfach strukturelle Benachteiligungen, die die Realisierung ihrer vielfältigen Lebensentwürfe deutlich einschränken. Deshalb ist es wichtig, den Mädchen ihre Stärken deutlich zu machen und sie unterstützend auf ihrem Weg zu begleiten". "Gleichstellungsorientierte Jugendarbeit kann aber nicht bei den Mädchen stehen bleiben. Jugendarbeit braucht ebenso Jungenarbeit. Immer wieder wird zu Recht von Mädchenarbeiterinnen eingefordert, dass sich Männer um korrespondierende Angebote für Jungen kümmern müssten. Erst allmählich wird bekannt, dass diejenigen Jungen, die am stärksten Probleme machen, selbst die meisten Probleme haben. Die meisten Jungen wollen sich selbst aber nicht durchweg als problematisch definieren. Vor allem die "Demontage" traditioneller Männlichkeitsbilder führt für viele Jungen zu einer gravierenden Lücke. Es fehlt bis heute an neuen, den veränderten gesellschaftlichen Beziehungen angepassten Leitbildern für Männer. Jugendhilfe braucht also Jungenarbeit, um männliche Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsensein und „Mann sein“ zu begleiten."

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Gesundheit und Jugend

Rahmen 

Die Jungengruppen der Offenen Jugendeinrichtung des Pestalozzihauses, ist für Teilnehmer von 10 – 14 Jahren konzipiert.

Sie findet jeden Dienstag von 16.00 - 17.30 Uhr statt und umfasst im Durchschnitt 10 Kinder, die regelmäßig teilnehmen sowie weitere Kinder die sporadisch bei den Sitzungen der Gruppe dabei sind.

Das PH spielt für sie eine sehr große Rolle, da sie die Zeit nach der Schule mit Mittagessen, Hausaufgaben sowie Freizeitgestaltung dort verbringen.

Prinzipien und Regeln

Geschützter Raum:

Die Jungengruppe findet im geschützten Raum statt. Das heißt, ihm fehlen die Mädchen.

Im „geschützten Raum“ entfällt der Druck der übertriebenen Selbstdarstellung. Im „geschützten Raum“, in dem sich die Jungen austauschen können, haben sie auch die Möglichkeit Dinge zu erfahren und zu lernen, die danach im Umgang zwischen den beiden Geschlechtern angewandt und überprüft werden können.

Verschwiegenheit:

Einzelne Äußerungen werden nicht an andere Personen, z.B. Mitschüler, Eltern oder Lehrer weitergegeben. Ausnahmen bilden die FachkräfteTeam-Sitzungen im PH, bei entwicklungspsychologischen oder strafrechtlich relevanten Themen. Die Jungen werden vorher darüber informiert, was über sie ins Team weitergegeben wird!

Klarheit

Moralische Vorwürfe in Richtung der heranwachsenden Jungen werden weitestgehend vermieden. Ich als Leiter dieser Gruppe trete diesen Jungen mit einer fürsorglichen, solidarischen Haltung entgegen ohne dabei in eine unkritische Haltung zu verfallen. In Bereichen, wo einzelne Jungen eindeutig Grenzen übertreten (z.B. sexuelle Belästigung), gilt es diese Überschreitungen zu thematisieren.

Freiwilligkeit

Der Besuch der Jungengruppe geschieht auf freiwilliger Basis. Eine zwangsweise bestehende Teilnahmepflicht sehe ich als kontraproduktiv an, da sie das Vertrauensprinzip und -basis zerstören würden.

Teilnahmepflicht in Ausnahmefällen

Werden männliche Jugendliche beispielsweise auf Grund physischer Konflikte des Hauses verwiesen, dann ist die Teilnahme an der terminlich nächstmöglichen Jungengruppe zur Auseinandersetzung mit der Tat in der Gruppe verpflichtend.

Ziel

In erster Linie geht es darum für die Jungen eine interessante und abwechslungsreiche Struktur zu schaffen innerhalb derer sie sich wohl fühlen, Spaß haben und nebenbei untereinander ins Gespräch kommen.

Es kommt darauf an, zusammen mit den Jungen Gesprächsanlässe zu schaffen, ihnen Denkanstöße zu geben, und ihnen neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Es darf nicht darum gehen, Jungen ihre Unzulänglichkeiten und vielleicht noch fehlenden Kompetenzen wieder und wieder zu spiegeln, auch wenn einer klare Positionierung meinerseits und eine Konfrontation innerhalb der Gruppe bei gewissen Themen wie z.B. „Gewalt als Konfliktlösungs-Strategie“ unabdingbar sind und sein werden.

Es geht um eine Förderung der sprachlichen, sozialen und vor allem emotionalen Kompetenzen.

Spaß und Spiel als Methode im Hinblick auf Forderung und Förderung der eigenen Persönlichkeit und Charakterbildung.

 

Für Fragen steht Uwe Graßmann gerne zur Verfügung.

   
© Kinder- und Jugendtreff Pestalozzihaus