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Öffnungszeiten  

Bis auf Weiteres verkürzte Öffnungszeiten aufgrund der Corona-Pandemie:

Montags bis Freitags

12.00 - 18.00 Uhr

   

Inklusives Konzept des offenen PH Kinder- & Jugendtreffs

Wir fühlen uns einer inklusiven Pädagogik verpflichtet!

Das PH-Team

 

Was ist Inklusion?

Das Wort Inklusion kommt aus dem Lateinischen (Inclusio – Einschluss) und bedeutet Einbeziehung, eingeschlossen sein und unbedingte Zugehörigkeit. Inklusion geht von einer vielfältigen Gesellschaft aus. Menschen unterscheiden sich voneinander – zum Beispiel in Herkunft, Aussehen, körperlicher Verfassung, Geschlecht oder Interessen. Inklusion will eine Gesellschaft, in der diese verschiedenen Menschen als gleichberechtigt miteinander leben können.

 

Inklusion

 

 

Integration

Voraussetzung ist, die unterschiedlichen Menschen mit Ihren Bedürfnissen gar nicht erst auszugrenzen, sondern von Beginn an „mit zu bedenken“. Menschen werden nicht mehr normativ betrachtet, sondern in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert. Bereits vorhandene Hindernisse müssen abgebaut werden. Bestehende Angebote werden für alle zugänglich gemacht, zum Beispiel Schulen und Freizeiteinrichtungen.

Inklusion bedeutet Nicht-Ausgrenzung. Wer von vornherein nicht ausgegrenzt wird, der muss nicht erst integriert werden. Inklusion ist ein sich entwickelnder, niemals endender Prozess. Sie bezieht sich nicht nur auf den Bereich Bildung und nicht nur auf Menschen mit Behinderung. Sondern es geht auch um gemeinsame Freizeit, gemeinsames Arbeiten, Wohnen und vieles mehr. Es geht darum, bestehende Strukturen und Angebote für alle zu öffnen, die bislang ausgeschlossen waren. Das können Menschen mit Behinderung, sozial Benachteiligte, Ältere, Migrant:innen – im Prinzip alle – sein.

Separation

Inklusion muss gut durchdacht sein. Die Bedürfnisse aller müssen berücksichtigt werden. Inklusion ist eben keine „Gleichmacherei“, sondern versteht Vielfalt als Bereicherung.

 

Leitgedanke

Die pädagogische inklusive Leitidee des offenen PH Kinder- & Jugendtreffs besteht darin, den Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen egal welcher Herkunft, Aussehen, körperlicher Verfassung, Geschlecht oder Interessen etc. möglichst weitgehend gemeinsam zu gestalten.

Alle sollen am Leben in unserem Haus teilhaben können und dürfen.

Inklusion bezieht sich auf vielerlei Aspekte, nicht nur auf körperliche und geistige Behinderungen!

Unser Auftrag ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 – 16 Jahren.

Die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen prägt dabei den gesamten Alltag mit den Kindern und Jugendlichen.

Dazu zählen: personale Kompetenz, soziale Kompetenz, Wissenskompetenz und instrumentelle bzw. methodische Kompetenz (Lernkompetenz).

 

„Inklusive“ Personalkompetenz

Die Entwicklung der personalen Kompetenz ist im Wesentlichen die Vermittlung von sozialer Zugehörigkeit, der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung und die Partizipation der Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung ihres Alltages. Sie wird erworben über die Auseinandersetzung mit dem Fachkräfteteam und den Gleichaltrigen, die Positionierung in der Gruppe, die Artikulation und Umsetzung eigener Ideen sowie die Übernahme von Verantwortung über Raum, Zeit und Material.

 

„Inklusive“ Sozialkompetenz

Soziale Kompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung zu einem konstruktiven Miteinander im sozialen Zusammenleben und im Verhältnis zwischen Mensch und Natur.

Durch intensive Gruppen- und Beziehungsarbeit, insbesondere durch die Beziehung zu den Gleichaltrigen, wird das soziale Miteinander ausgehandelt, indem Regeln, Rollen und Handlungschancen aufgestellt werden. Eine konstruktive Entwicklung der Streitkultur ist ein entscheidender Faktor, um soziale Konflikte gewaltfrei und nicht diskriminierend zu lösen.

Das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen sowie Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund tragen zur Förderung der sozialen Kompetenzen bei. Dadurch entsteht eine Kultur des gegenseitigen Annehmens, der Toleranz und des Wohlwollens.

 

„Inklusive“ Wissenskompetenz

Die Wissenskompetenz bedeutet die Kinder und Jugendlichen bei der Wissensaneignung zu unterstützen und darauf zu achten, deren Interessen und Neigungen angemessen zu berücksichtigen. Die Vermittlung von Wissenskompetenz bedeutet unter anderem Basiswissen über alle wichtigen Lebensbereiche zu erhalten, was die Chancengleichheit wiederum fördert. Hierbei ist darauf zu achten, die Kinder und Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen und eine für die Kinder und Jugendlichen positive Atmosphäre zu schaffen.

 

„Inklusive“ Lernkompetenz

Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung erfahren die Kinder und Jugendlichen bestimmte Lerntechniken. Die Lernkompetenz ist somit das Wissen, wie man Arbeitszeit und –aufgaben richtig einteilt, zwischen arbeitsintensiven und Entspannungsphasen wechselt, welche Hilfsmittel man einsetzen kann sowie die bessere Strukturierung des Wissensstoffs. Wir gehen gezielt auf die Lernprozesse der einzelnen Kinder und Jugendlichen ein. Besonderes Augenmerk gilt den vorhandenen Ressourcen der Kinder und Jugendlichen.

 

„Inklusive“ Persönlichkeitsbildung

  • Förderung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen zu eigenständigen, selbstbestimmten, verantwortungsvollen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten

  • Begleitung der Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben

  • Partizipation der Kinder und Jugendlichen im Gruppenalltag. Zum Beispiel „Menükonferenzen“ zur Gestaltung des gemeinsamen Mittagessens oder gemeinsames Planen von Festen oder Übernachtungsaktionen

  • Erweiterung der sozialen Kompetenz durch das soziale Miteinander von Menschen, die verschiedener Kultur- und Sprachgruppen angehören

  • Kinder und Jugendliche lernen fremde Kulturen kennen und erfahren somit ein gemeinsames Miteinander

  • Kulturelle Vielfalt kann dadurch genutzt werden, z.B. durch Feste und Feiern, Zubereitung von Speisen der verschiedenen Kulturen

  • Bewegungs- und Gesundheitserziehung

  • Gemeinsames Zubereiten von Speisen

  • Aneignung von Wissen bezüglich gesunder und ausgewogener Ernährung

  • Essen als Gemeinschaftserlebnis erfahren und erleben

  • An den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientierte Bewegungsangebote schaffen, z.B. in der Turnhalle oder beim Klettern

  • Sprachkompetenz

  • Projekte und Kleingruppenangebote

  • Jungen / Mädchengruppe

  • Medienbildung und Erziehung

  • Bedeutung und Verwendungsmöglichkeiten von alltäglichen Medien, wie Computer, TV, mp3-Player, Handys, etc.

  • Heranführen der Kinder und Jugendlichen zu einem adäquaten Umgang mit den unterschiedlichen Medien; Aneignung der Fähigkeit, Medien kritisch, reflektiert, selbstbestimmt und kreativ zu nutzen

  • Genderpädagogik/Genderaspekte

  • Mädchen- und Jungenspezifische Angebote und Aktivitäten

  • Gender Mainstreaming: Förderung der Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen

  • Musische und künstlerische Erziehung

  • Gestaltungs- und Ausdruckswege entdecken

  • Gemeinsames Singen und Musizieren und sich durch Musik ausdrücken, Musik erleben und bewusst wahrnehmen

 

Der offene PH Kinder- & Jugendtreff  als inklusives Lernfeld

Unsere Besucherstruktur stellt durch die Unterschiedlichkeit der einzelnen Persönlichkeiten, deren Stärken und Schwächen, ein komplexes Lernfeld dar. Sie bietet den Raum, in dem soziale Erfahrungen gemacht werden, neues Verhalten erprobt werden kann, am Modell gelernt wird, gegenseitige Anregung möglich ist, Erfahrungen mit Anerkennung, Ablehnung, Freundschaft und Respekt gegenüber anderen gesammelt werden können.

Durch die Erfahrungen in unserer Kinder- und Jugendeinrichtung wissen wir, dass das Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung oder z. B. mit und ohne Migrationshintergrund, die soziale Kompetenz bei unseren Besuchenden erhöht. Es fördert Toleranz, Einfühlungsvermögen, gegenseitigen Respekt und wird mit der Zeit ganz selbstverständlich.

Die Beziehung zu den Erwachsenen ist von großer Bedeutung, da diese dem Kind gegenüber Akzeptanz und Wertschätzung zeigen, Orientierung und Schutz geben und das Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten in allen Bereichen fördern und ermutigen. Das pädagogische Personal ist bei allen Sorgen und Problemen der Ansprechpartner für die Kinder. Sie nehmen für die Kinder eine wichtige Vorbildfunktion ein.

Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu konfliktfähigen und lösungsorientierten Kindern und Jugendlichen, die miteinander Beziehungen gestalten und den gemeinsamen Alltag organisieren können. Partizipation bedeutet die Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung aller an allen Angelegenheiten, die sowohl das eigene Leben als auch das innerhalb einer Gemeinschaft betreffen. Dabei geht es vor allem darum, gemeinsame Lösungen für anstehende Fragen und Probleme zu finden und in einem demokratischen Prozess zu einer Entscheidung zu kommen. Dadurch lernen die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Wünsche, Ideen, Bedürfnisse und Fragen wahrzunehmen und zu äußern.

Die Teilhabe an der gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen hat zur Folge, dass jeder Mit- und Eigenverantwortung übernehmen muss, aktiv bei der Gestaltung des Gemeinschaftswesen mitzuwirken, die getroffenen Entscheidungen zu akzeptieren und mögliche Interessenskonflikte auf demokratische Weise zu lösen. Wichtig dabei ist, dass die Beteiligung aller Kinder und Jugendlichen dem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend berücksichtigt wird.

 

   
© Kinder- und Jugendtreff Pestalozzihaus