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Berichte von Aktionen und Wissenswertes

Chill & Action Freizeit 2012 im Camp Idro, Italien

Ferienfreizeit 2012 in Italien: Zwei Wochen lang brütende Hitze, klatschnasse Schauer, undichte Zelte und jede Menge Spass!

An der Ferienfreizeit im Italienischen Ort Idro haben 31 TeilnehmerInnen und 6 Betreuer teilgenommen. Sie dauerte insgesamt 16 Tage.

Nach ca. 12 Stunden Fahrt im Bus kamen wir im Camp an und es folgte erst mal eine Ernüchterung. Viele hatten sich unter einem Zeltlager wohl etwas anderes vorgestellt. Spartanische Einrichtung, undichte Zelte und Insekten drückten die Stimmung merklich. Allerdings entpuppte sich genau diese - diplomatisch formuliert - Einfachheit des Camps als Fundament für viele großartige Aktionen und Erlebnisse getreu dem Motto „Weniger ist Mehr“. Mit Kreativität und Tatendrang wurde das Zeltlager aufgebessert. Zusätzliche Sonnensegel wurden angebracht, Abläufe für das Regenwasser wurden ausgehoben, Insekten und Nacktschnecken aus den Zelten entfernt.

Die Freizeit war als Selbstversorgerfreizeit angelegt. Es gab es einen ständig wechselnden Küchendienst für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten. Der Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück mit Brot, Obst und Müsli. Hier hatte sich bei den KletterteilnehmerInnen schnell ein kraftspendender Mix aus Müsli, Joghurt und Obst durchgesetzt.

Aufgrund der brühenden Mittagshitze haben wir die Mahlzeiten entsprechend der lokalen Gepflogenheiten abgehalten und machten mittags eine ausgedehnte Hitzepause mit leichten Snacks und Resteverwertung. Abends gab es dann eine warme Mahlzeit, welche von den Teilnehmenden mit Unterstützung eines Mitarbeitenden frisch zubereitet wurde. Der Speiseplan wurde in der Planungsphase mit den TeilnehmerInnen gemeinsam zusammengestellt.

Wasser gab es etwas abseits an einer Wasserstelle. Es war also regelmäßig nötig von dort Wasser für die Küche und für Getränke zu holen. Wasser war nun nicht mehr selbstverständlich, sondern etwas, mit dem gehaushaltet und sorgsam umgegangen werden musste. Für einige TeilnehmerInnen eine neue Erfahrung.

Für Entspannung sorgten unsere kleinen Wellness-Oasen. Hier konnten die TeilnehmerInnen bei Massagen und Gesichtsmasken einen Gegenpol zu den erlebnisreichen Angeboten finden und sich einfach mal fallen lassen. Grad bei der Mittagshitze war es wichtig, auch mal runterzufahren und sich Ruhe und Entspannung zu gönnen.

Für die körperliche Betätigung stand eine Vielzahl an Angeboten zu Verfügung. Klettern und Canyoning war für alle TeilnehmerInnen ein sehr aufregendes Erlebnis. Begleitet wurden die Touren durch erfahrene Kletterexperten und ortskundige Bergführer. Mit passendem Sicherheitsgeschirr, ausführlicher Einweisung und einfachem Anfang der Route hatte jeder schnell das System raus. Hier konnte man seine persönlichen Grenzen austesten, welche anfänglich von den meisten als viel niedriger eingestuft wurden. Viele TeilnehmerInnen wuchsen über sich hinaus und meisterten beim Canyoning knifflige Vorsprünge und Abgründe. Darüber hinaus entwickelte sich ein ausgeprägter Teamgeist. Die Euphorie am Ende der Tour suchte Ihresgleichen.

Während man sich beim Canyoning horizontal fortbewegt, geht es beim Klettern naturgemäß eher in die Vertikale. Und so ging es unter fachmännischer Anleitung und Ausrüstung hoch hinaus an Kletterwänden verschiedenster Schwierigkeitsstufen. Wertvolle Tipps gab es von unseren Bergführern, die uns passende Kletterrouten empfahlen. Auch hier waren am Ende der Tour die Euphorie und die Zufriedenheit über das gemeinsam geleistete allgegenwärtig.

Um höhentechnisch einen draufzusetzen, ging es dann richtig hoch beim Bergrillen. Morgens wurde sich mit Wandersachen, Grillgut und Holzkohle eingedeckt und dann ging es mit einem Bergführer auf den Weg Richtung Gipfelkreuz des gegenüber liegenden Berges. Das ist wohl die anstrengendste Tour von allen gewesen, dafür entschädigten der Ausblick und die Bratwurst, die auf wundersame Weise dreimal so gut wie am Boden schmeckte, für all die Strapazen.

Für Wasserratten gab es vielfältige Möglichkeiten der Bespaßung, lag der namensgebende Idro-See doch direkt vor der „Haustür“. Neben dem obligatorischen Bad im See, Sonnen am Strand und Sprüngen von der Anlegestelle standen noch Tretboote und ein Surf- Kurs - inklusive Surflehrer zum Anschmachten - zur Verfügung.

Kultur war auch angesagt und so besuchten wir mit einem Reisebus Verona, dem Schauplatz von Romeo und Julia. Die TeilnehmerInnen konnten die Stadt mit ihren Märkten und Sehenswürdigkeiten in Kleingruppen selbst erkunden und ganz nach ihren Interessen handeln. Dort organisierten wir auch eine Trattoria komplett für uns und versorgten alle mit echter italienischer Pizza.

Wieder mal zeigte sich, dass es nicht viel braucht, um sich zufrieden und ausgeglichen zu fühlen. Der Plan ging auf und die Kombination aus Bewegung, gesundem Essen und Entspannung gepaart mit der Einfachheit und der Naturnähe eines Zeltlagers machten aus der Ferienfreizeit einen vollen Erfolg, an den sich die TeilnehmerInnen gerne zurückerinnern werden.

Stefan Jansen

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